Das war die NETWorx 18 // Stationen der Digitalen Transformation im E4TC

Das European 4.0 Transformation Center (E4TC) ist ganz weit vorne, wenn es um die Umsetzung von Industrie 4.0 geht. Damit unsere Teilnehmer nicht nur eine Beschreibung des Ganzen bekommen, führten wir sie durch das InnoLab (Innovationslabor), das eLab (Elektromobilitätslabor) und durch die DFA (Demonstrationsfabrik) im Inneren des E4TC. Im InnoLab bekamen wir tatkräftige Unterstützung von Lukas Schier, Senior Presales Technical Specialist für IoT bei PTC, und von Yannick Filke, Presales Technical Specialist bei PTC. Im eLab brachte uns Max-Ferdinand Stroh, Projektmanager bei FIR an der RWTH Aachen, das Internet der Dinge und Augmented Reality näher. Unser Speaker Dr. Rupert Deger, Geschäftsführer des European 4.0 Transformation Center, zeigte den Teilnehmern neue Produktions- und Fertigungskonzepte der Digitalisierung anhand des Elektrofahrzeugs e.GO Life.

Augmented Reality und Predictive Maintenance im InnoLab

Bei der Führung durch das InnoLab des E4TC erlebten unsere Teilnehmer den Innovationsprozess für Smart Services. Smart Services sind digital weit fortgeschrittene Dienstleistungsangebote, vorrangig für Kunden, die Smart Products entwickeln und produzieren. Der Endkunde soll nämlich nicht nur ein smartes Produkt am Ende haben, sondern auch die smarte Wartung dazu. Stichwort: Predictive Maintanence

Zunächst zeigten uns Lukas Schier und Yannick Filke ein Augmented-Reality-Erlebnis anhand eines Fließband-Roboters mit der App Vuforia View. Über das ThingMark an der Maschine wird ein Arbeitsablauf auf den Bildschirm anzeigt, der dem Service-Mitarbeiter zeigt, wie er ein Teil an der Maschine auswechseln muss. Dabei werden dem Mitarbeiter Anweisungen und Hinweise angezeigt, wie z.B., dass die Einlegplatte am Fließband heiß ist. Außerdem kann man Handbücher in Form von PDFs in die AR-Experience einbauen oder besser noch die vorhandenen CAD auf das physische Objekt projizieren. So muss ein Service-Arbeiter nicht durch analoge Arbeitsanweisungen oder Handbücher blättern, sondern sieht direkt am Objekt, was zu tun ist, in welcher Reihenfolge und wo sich der nächste Schritt genau befindet.

Im nächsten Schritt zeigten uns Lukas Schier und Yannick Filke Anomalieerkennung anhand einer FlowServe-Pumpe. Die Firma FlowServe nutzt ThingWorx Analytics, um Auffälligkeiten an ihren Maschinen aufzuspüren. Analytics lernt über einen Zeitraum, wie eine Pumpe normal operiert, indem es bestimmte Muster erkennt. Die angezeigten Werte sind farblich codiert. Das bewährte Ampel-System lässt Sie so wissen, ob die Pumpe normal funktioniert oder Fehlerquellen behoben werden müssen. Zudem lässt Sie der ThingPredictor wissen, in wie vielen Tagen die Pumpe ihre Arbeit einstellt, dass ist sehr hilfreich, sofern Sie einen Fehler nicht sofort beheben können. Durch sog. Predictive Maintenance kann die Einsatzplanung von Wartung und Service optimal umgesetzt werden – am Freitag wissen Sie, dass am Sonntag die Pumpe ausfallen wird, am Samstag wird die (defekte) Pumpe ersetzt, Ihr Kunde bekommt nichts davon mit.

Ionen-Lithium-Batterien und Augmented Reality im eLab

Im eLab, dem Elektromobilitätslabor des E4TC, entdeckten unsere Teilnehmer dank Max-Ferdinand Stroh die Produktionsstruktur für die Fertigung von Ionen-Lithium-Batteriezellen. Dieser Lithium-Ionen-Akkumulatoren (auch Lithiumionenakkus) lassen zwar im Design zu wünschen übrig, sind aber mit wenigen Handgriffen hergestellt und erfüllen den Ansatz der zügigen Innovationsgeschwindigkeit. Und schnell Innovationen zu treiben, liegt dem im European 4.0 Transformation Center in den Genen. Wer schnell einen praktischen, leichten Akku braucht, geht einfach ins eLab.

Außerdem lernten unsere Kunden den ThingWorx Production Advisor kennen und erlebten live eine AR-Experience. Einige unserer Kunden haben dafür eine Microsoft HoloLens aufgesetzt und sich dann im eLab Maschinen angeguckt, die Maschinen waren mit Augmented-Reality-Daten angereichert. Alle anderen sahen nur einen großen Kasten. Mit der HoloLens konnte man jedoch ins innere der Maschine/Kasten gucken, in der eine Montagesequenz abgespielt wurde.

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Die Geschichte des e.GO Life in der Demonstrationsfabrik

Die Führung durch die Demonstrationsfabrik des E4TC zeigte unseren Teilnehmern neue Produktions- und Fertigungskonzepte der Digitalisierung anhand des e.GO Life. Dr. Rupert Deger stellte uns die IT-Systeme der e.GO Mobile AG und deren Ausrichtung auf das Internet der Dinge vor. Die Wand, vor der Dr. Rupert Deger sich befindet, ist eine physische Repräsentation von allen IT-Systemen die in einem Unternehmen der Zukunft vorhanden sein sollten. Das sogenannte Produktions-Framework ist in den Development Cycle, Production Cycle und den User Cycle unterteilt. Die drei abgebildeten „Cycle“ sind die Phasen im Produktlebenszyklus. Über die drei Cycle hinaus greifen die implementierten Systeme, wie PTC Creo, PTC Windchill und ERP-Systeme. ThingWorx fungiert hier als Übermittlungsebene, um alle Daten aus allen Systemen in allen Systemen sichtbar zu machen, ohne dass aufwendig Schnittstellen erstellt werden müssen.

Innerhalb des User Cycles gilt es die Daten wieder zum Development Cycle und Production Cycle zurückzuführen, um das eigene Produkt nach und nach zu verbessern. Über diese Demonstrationswand konnten unsere Kunden alle Systeme wie auf einer Landkarte auf einen Blick sehen und verstehen, wie die einzelnen Systeme ineinander greifen. Normalerweise sitzen Anwender immer nur vor ihrem System und wissen oft nicht, wie Die Anwendungen voneinander profitieren können.

Klicken Sie das letzte Bild der oberen Galerie an, um das GIF zu sehen, welches den e.GO Life im User Cycle in Aktion zeigt.

Die NETWorx 19

Unsere nächste NETWorx wird mindestens genauso spannend. Wir werden Sie wieder rechtzeitig mit Infos versorgen, damit Sie sich einen Platz für die NETWorx 19 sichern. In der Zwischenzeit können Sie in unseren NET Events stöbern. Unsere Events sind immer eine gute Möglichkeit Impulse zu bekommen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

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