Das war die NETWorx 17 – Impulsvorträge über Digitale Transformation – Teil 1

Bei der diesjährigen NETWorx durften die Gäste spannenden Impulsvorträgen rund um das Thema Digitale Transformation lauschen. Percy Rahlf, Gründer und Vorstand der NET AG, eröffnete die Veranstaltung mit einleitenden Worten und stellte unsere Speaker vor. Das Auditorium durfte erfahren, warum PTC zu Recht als Technologieführer für CAD-, PLM- und IoT-Produkte gilt: PTC hat über 30 Jahre Erfahrung mit Digital Definition Software. Um Industrie 4.0 Wirklichkeit werden zu lassen, investierte PTC kürzlich 700 Millionen USD in Technologien, welche die physische und digitale Welt verbinden: Augmented Reality // Virtual Reality // Big Data Analytics

Unsere Gäste freuten sich außerdem auf die e.GO Mobile AG, die dieses Jahr den e.GO Life auf den Markt gebracht hat. Ein weiteres Highlight war die Vaillant Group, welche mit seinen über 12.000 Mitarbeitern weltweit Vorreiter in der effizienten Nutzung eines PLM-Systems im R&D-Bereich ist. In den Pausen durften sich die Gäste über Live-Demos zu ThingWorx, Creo und Windchill in der EXPO Area freuen und die Produkte der Firmen alphacam und attenio bestaunen.

Stephan Ellenrieder, PTC – Die Notwendigkeit von PLM zur Realisierung der Digitalen Transformation

Die Digitale Transformation ist nur mithilfe eines funktionierenden PLM-Systems möglich. Dies verdeutlichte Stephan Ellenrieder anhand der Harvard Business Reviews, welche von Jim Heppelmann (CEO, PTC) und Michael Porter (Prof. Harvard Business School) verfasst wurden: In 2014 beeinflusste IoT zunächst die Wettbewerbssituation, in 2015 wuchs zunehmend der Einfluss auf Unternehmen. Der kommende Artikel, der noch 2017 erscheinen wird, behandelt den Einfluss von AR, IoT und Smart Connected Products auf Engineering, Manufacturing und Service. Laut Ellenrieder wird die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch die Digitale Transformation nachhaltig gesteigert. Die Basis für die Transformation sind Operational Effectiveness und Strategic (Re)positioning. Jedoch muss vor der Digitalen Transformation grundsätzlich ein Closed-Loop-Lifecycle-Management geschaltet sein, um die nahtlose Verbindung zwischen der physischen und digitalen Welt zu ermöglichen.

Dr. Rupert Deger, e.GO – Disruption vom Engineering Valley

Der e.GO Life, welcher 2015 entwickelt wurde und 2017 seine Marktreife erreicht hat, ist unterm Strich ein Auto das Spaß macht, praktisch ist und mit 12.900 € (nach Abzug der Prämie für Elektroautos) absolut erschwinglich ist. Wie hat die e.GO Mobile AG das geschafft? Zum einen wurde der e.GO Life wie ein Rennfahrzeug entwickelt. Das bedeutet, dass dieser vom Rahmen und nicht wie üblich von der Karosserie getragen wird. Zum anderen hat sich e.GO die agile prototypgetriebene Entwicklung zu Nutze gemacht: Stetige Anpassung des Prototyps anhand von Sensordaten und minimalem bürokratischen Aufwand verringern die Kosten und beschleunigen die Markteinführung. Aktuell arbeitet e.GO an der Fertigungsstrecke für das Fahrzeug, sodass 2018 die Serienproduktion beginnen kann. Neben der Vorstellung des e.GO Life zeigte Dr. Rupert Deger anhand verschiedener Aspekte auf, wie der Absprung von Industrie 3.0 zu 4.0 machbar ist.

Dr. Gamal Lashin, Vaillant – Die Rolle der Implementierung eines PLM-System für die Digitale Transformation

Warum benötigt man PLM? Ein PLM-System ist in vielen Unternehmen durch eine vielfältige Software-Landschaft geprägt. Dass Systeme wie Excel-Dateien, Sharepoint, TIM, ERP, PIM, EPS und weitere Officeprodukte nicht miteinander verbunden sind, führt zu unterbrochenen, dateibasierten Prozessen mit aufwendiger manueller Datenpflege. Es häufen sich redundante Daten an und die Transparenz nimmt immer weiter ab, was zu einer geringen Effizienz und schlechter Datenqualität führt.

Der R&D-Manager von Vaillant, Dr. Gamal Lashin, stellt für seinen Bereich dar, wie man erfolgreich Prozesse verknüpft, diese anhand eines PLM-Systems automatisiert und mit einem ERP-System integriert. Durch digitale Workflows und Prozessautomatisierung mit einem PLM und ERP wird die Digitale Transformation auf Prozessebene ermöglicht.

Welche Bedeutung hat PLM für die Digitale Transformation? PLM bildet die Grundlage für viele Aspekte der Digitalen Transformation. Dazu gehören auszugsweise:

  • Digital Twins
  • Predictive Maintenance
  • Smart Connected Products bzw. IoT und AR
  • Big Data Analytics

Die Bedeutung von Digital Twins hat sich mittlerweile auf Produkte, Prozesse und Service ausgeweitet und ist unverzichtbar. Daher richtete sich Dr. Gamal Lashin appellierend an das Auditorium: PLM ist essentiell für die Digitale Transformation. Nur so ist eine fehlerfreie Verschmelzung der physischen mit der digitalen Welt möglich.

Erfahren Sie im nächsten Teil, welche Rolle Additive Manufacturing und eine PLM-Strategie in der Digitalen Transformation spielen und was ein Aufsteiger, Impulsgeber, Motivationstrainer, Treppenläufer, Lauftrainer, Rückwärtsläufer und mehrfacher Weltmeister hinzuzufügen hat.

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